Mit einem „Weltfest“ eröffnete vergangenes Wochenende die MIVA ihr pionierhaftes Christophorus-Haus. Die neue MIVA-Zentrale in Stadl-Paura ist das erste Bürogebäude Österreichs, das als energiesparendes Passivhaus in Holzbauweise errichtet wurde. Geplant wurde es von Albert P. Böhm und Helmut Frohnwieser.
Seine Liebe zum Werkstoff Holz hat Albert P. Böhm (46) schon als Tischlerlehrling entdeckt. Nach seinem Architekturstudium in Innsbruck ging er daher auch nach Vorarlberg, wo die Pioniere des modernen Holzbaus gerade von sich reden machten. Zurück in Oberösterreich begann er, bald die ersten Holzhäuser zu planen und mit Kollegen Frohnwieser Holzbausysteme zu entwickeln.
„Der Holzbau und seine Entwicklung zu Passivhäusern ist meine Antwort als Architekt auf die Herausforderung der Zeit – den sorgfältigen Umgang mit Rohstoffen und Energie“, meint Böhm. „Holz ist einer der wenigen nachwachsenden Baustoffe. Er hat eine hohe Wärmedämmung und verleitet einen geradzu, energiebewusst zu bauen. Der Holzbau“, so Böhm, „ trägt aber auch zur Verbesserung der Arbeitswelt bei. Weil sehr viel in Hallen vorgefertigt werden kann, ist die Arbeitszeit auf der Baustelle selber erheblich kürzer. Wer, wie ich selber viel auf Baustellen herumgekugelt ist, weiß, welche Erleichterung das für die Arbeiter ist. Das ist mir Motivation.“
Der MIVA-Bau war von der Göße und Funktion her eine besondere Herausforderung. „Vor allem muss man lernen, von Anfang an im Team mit externen Experten zu arbeiten.“ Für die Zukunft wünscht sich Böhm mehr mutige, nahhaltig denkende Bauherren wie die MIVA.