Die vierten Klassen der Übungsvolksschule der diözesanen PÄDAK Linz haben an einem Österreich-Wettbewerb zur Bedeutung der „Goldenen Regel“ in den Weltreligionen teilgenommen. Und hervorragend abgeschnitten. Unter den 800 Einsendungen errang die 4a Klasse in der Kategorie Volksschule den ersten Platz, die 4b Klasse den dritten. Am 23. Oktober wird in Wien eine Ausstellung mit den österreichweit besten Arbeiten eröffnet. „Alles, was ihr wollt, das euch die Menschen tun, das tut auch ihr ihnen ebenso“, formuliert der Evangelist Markus. Diese „Goldene Regel“ findet sich in ähnlicher Form in allen Religionen. So formuliert Konfuzius: „Was du selbst nicht wünscht, das tue auch anderen Menschen nicht an.“ Der bekannte Theologe Hans Küng setzt sich dafür ein, dass die Goldenen Regel Basis für den Frieden unter den Religionen und Völkern sei. Um diesen Gedanken über die Grenzen von Kulturen und Religionen hinweg zu verbreiten, hat Hans Küng das Projekt „Weltethos“ ins Leben gerufen. Dieses Projekt fand sein erstes Resultat in der Erklärung zum Weltethos, die das Parlament der Weltreligionen 1993 in Chicago verabschiedete. Mit dieser Erklärung haben sich erstmals Vertreter aller Religionen unter anderem auf eine Kultur der Gewaltlosigkeit verpflichtet, auf eine gerechte Wirtschafsordnung sowie auf die Gleichberechtigung und Partnerschaft von Mann und Frau.