Manfred Scheuer (48) ist neuer Bischof von Innsbruck. Die ersten Reaktionen zeigten: Die Tiroler freuen sich auf den Oberösterreicher aus Haibach.
„Heute bin ich dankbar, erleichtert und zufrieden nach Innsbruck gefahren“, sagte Erzbischof Alois Kothgasser, als er am vergangenen Donnerstag seinen Nachfolger in Tirol, Manfred Scheuer, der Presse vorstellte. Kothgasser zeigte ganz offen, dass ihm nach den Besorgnissen der letzten Monate ganz offensichtlich ein Stein vom Herzen gefallen ist. Als „großes Geschenk für unser Land und unsere Diözese“ bezeichnete der Diözesanadministrator von Innsbruck, Ernst Jäger, den Oberösterreicher.
Als Mensch mit tiefer Spiritualität, mit fundierter theologischer Bildung und mit einem schnörkellosen, offen hinhörenden, dialogfähigen Umgang mit anderen wird der neue Bischof beschrieben. Er selber bezeichnet die Pfarre Tabor in Steyr als seine pastorale „Gehschule“. In der Anfang der 80er Jahre noch recht jungen Pfarre habe er gelernt, mit verschiedensten Menschen umzugehen und ihre Sprache zu reden: mit Sonderschülern, Arbeitern und Bürgerlichen, mit Behinderten, Kindern, Jugendlichen und Häftlingen. „Manches werde ich als Bischof wieder ausgraben müssen, denn in den letzten Jahren war ich vor allem als Universitätslehrer (Freiburg u. Trier), als Spiritual in Linz , in der Akademikerseelsorge und der geistlichen Begleitung Einzelner tätig“ , meint Scheuer.
Ein tiefer Einschnitt in seinem Leben war der tödliche Absturz eine Freundes bei einer gemeinsamen Bergtour, meint Scheuer. Sehr wichtig auf seinem Weg seien ihm seine – großteils verheirateten – Freunde.