„Je mehr Menschen Arbeit haben, desto sicherer ist unser Sozialsystem.“ Diese Position vertritt der am 20. Oktober 2003 zum neuen Präsidenten der Arbeiterkammer Oberösterreichs gewählte Dr. Johann Kalliauer. Der 50-jährige Kalliauer ist in Puchberg bei Wels aufgewachsen. Als Sohn eines Eisenbahners und einer Verkäuferin dachten ihm Schulvertreter einen Hauptschul-Bildungsweg zu. Kalliauer wechselte aber ins Gymnasium, wo er schließlich mit Auszeichnung maturierte und so dem zugedachten Klassenunterschied ein Schnippchen schlug. Er war auch der erste gewählte Landesschulsprecher Oberösterreichs, hat also früh Interessen vertreten.
Nach dem Jusstudium bekam er eine Anstellung bei der Gewerkschaft und bringt daher eine langjährige Berufserfahrung als Arbeitnehmer-Interessensvertreter in sein Präsidentenamt ein: Er wurde 1976 Rechtsschutzsekretär der Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA) in Linz, 1999 Landessekretär der GPA Oberösterreich, 1992 Mitglied der Vollversammlung und des Vorstandes der Arbeiterkammer OÖ, 1999 Vorsitzender der Fraktion Sozialdemokratischer Gewerkschafter im ÖGB Oberösterreich und in der AK Oberösterreich sowie AK-Vizepräsident. Wie sehr der verheiratete Präsident, der Vater einer Tochter und eines Sohnes ist, noch Zeit für seine Hobbys wie gärtnern, wandern, laufen, fischen und kochen hat, wird sich zeigen. Und gespannt darf man auch sein, was die oberösterreichische Sozialpartnerküche künftig serviert, weil ja nun auch bald an der Spitze der Wirtschaftskammer ebenfalls ein neuer Koch, Präsident, stehen wird.
Wie heißt der designierte Präsident der Wirtschaftskammer OÖ, der am 25. November 2003 gewählt werden soll?
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