Seit 18 Jahren ist Diakon Heribert Hrusa Pfarrer von Santa Cruz in Ecuador. Am 20. November bekommt er den Erzbischof-Romero-Preis.
Seit 20 Jahren vergibt die Katholische Männerbewegung den Erzbischof-Romero-Preis an Personen, die sich besonders für soziale Gerechtigkeit und Menschenrechte einsetzen. Heuer bekommt die Auszeichnung der Wiener Diakon Heribert Hrusa (61) für seine vielfältigen Initiativen in der Pfarre Santa Cruz.Mit 28 Jahren wollte der gelernte Handschuhmacher Hrusa mehr über seinen Glauben wissen. Er begann Theologie zu studieren. Zehn Jahre später ließ er sich zum Diakon weihen. 1984 ging er für zwei Monate nach Daule in Ecuador, um die Missionsarbeit seines ehemaligen Kaplans Josef Heisenberger kennen zu lernen. Daraus wurde eine Lebensaufgabe. Nach einem Jahr in Daule erreichte ihn ein Hilferuf seines Wiener Priesterkollegen Herbert Leuthner, der in Pedro Carbo allein eine ganze Bezirksstadt und 120 Dörfer zu versorgen hatte. „Nach einer mehrmonatigen Aushilfe bin ich dort für immer hängen geblieben und habe dann die Pfarre Santa Cruz mit rund 6000 Leuten übernommen“, erzählt Hrusa. Seither hat er mit den Leuten vor Ort und Hilfe aus Österreich sechs Brunnen, Kindergärten, ein medizinisches Zentrum und ein Schulzentrum für 600 Kinder und Jugendliche errichtet. „Hier wollen wir Qualitätsausbildung vermitteln, die es in den staatlichen Schulen nicht gibt. Nur so kann unsere Arbeit auch einmal gut weitergehen“, meint Hrusa. Auch in der Seelsorge setzt er auf Selbständigkeit. Kleine Sprengelgemeinden sorgen für das religiöse und soziale Leben.