Das Team für den Kirchenneubau: PKR-Obmann Siegfried Wipplinger, Mag. Johann Stockhammer, DI Anja Fischer, DI Ernst Beneder, DI Wolfgang Schaffer, MMMag. Hubert Nitsch und PGR-Obmann Herbert Kasper.
Foto: Niederleitner
Seit 1965 möchte die Pfarre Gallspach eine neue, größere Kirche. Ein früheres Projekt fand wenig Rückhalt in der Bevölkerung. Jetzt einigten sich Pfarre und Diözese auf einen innovativen Kirchenneubau.
„Ich war ein Gegner des früheren Projektes, aber ich gratuliere den Verantwortlichen zum jetzigen Entwurf.“ So und ähnlich lauteten mehrere Reaktionen bei der Präsentation des aus einem Wettbewerb hervorgegangenen Siegerprojektes für den Neubau der Gallspacher Pfarrkirche. Das Architektenduo Ernst Beneder und Anja Fischer hat Kirche und Aufbahrungshalle in einen elliptischen, am Hang liegenden Ring kombiniert. Der Turm und die Apsis der alten Kirche (als neue Aufbahrung) bleiben erhalten und werden integriert. Die Kirche haben die Architekten vom Berg auf die Höhe des Ortes heruntergeholt. Sie bietet eine Lösung für die Werktagskapelle und einen großen Gottesdienstraum. In der Ellipse um einen Innenhof als ruhigen, geschützten Ort ist ein Kreuzgang vorgesehen. „Konkret hat Pfarrer Karl Ecker mit den Vorarbeiten zum Neubau 1985 begonnen“, erzählt PGR-Obmann Herbert Kasper. Einmal schon stand man vor einem Baubeginn, doch stieß der damalige Entwurf in der Bevölkerung auf zu großen Widerstand. Bei der Präsentation des jüngsten Projektes im Kursaal vergangene Woche hörte man mehrmals, es sei gut gewesen, dass man zugewartet habe. Positive Stellungnahmen zum Entwurf von Beneder/Fischer wurden mehrmals beklatscht.
Die Arbeit beginnt erst
Bis zum geplanten Baubeginn 2004 werden die Verantwortlichen von Pfarre und Diözese mit den Architekten noch manches zu konkretisieren haben: Ein Platz für die Orgel und die Kirchenmusik muss bestimmt werden. Der Bau einer Empore ist laut Johann Stockhammer, Liturgiereferent der Diözese Linz, heute nicht mehr zeitgemäß. Auch die künstlerische Gestaltung in der Kirche wird unter Absprache mit dem Kunstreferenten Hubert Nitsch in den kommenden Monaten zu klären sein. Dazu kommen bautechnische Detailplanungen. Die Kostenschätzungen liegen derzeit bei ca. 3 bis 3,5 Mio. Euro. 80 Prozent davon übernimmt die Diözese. Da die Pfarre schon lange spart und sammelt, kann sie auf zweckgewidmete Rücklagen von ca. 400.000,– Euro zurückgreifen. „Es ist dies das letzte Projekt dieser Art auf dem Kirchenbauprogramm der Diözese Linz“, sagte Architekt Wolfgang Schaffer vom Baureferat. 2004 ist das Jahr der konkreten Planung und der Vorbereitung. 2005 soll gebaut werden, damit die Pfarre Gallspach im Kirchenjahr 2005/06 ihre neue Kirche weihen kann.