Bis 2010 wird die Zahl der aktiven Priester um 100 zurückgehen. Der Pastoralrat berät den Einsatz von Seelsorgeteams in betroffenen Pfarren.
Ein deutliches Ja zu den Bemühungen der Diözese Linz, die Seelsorge in den Pfarren mit neuen Leitungsmodellen sicherzustellen, gab es bei der Vollversammlung des Pastoralrates am 7. und 8. November im Bildungshaus Schloss Puchberg. In Pfarren können demnach unter bestimmten Bedingungen auch Teams von Laien Bereiche der Leitung übernehmen. Dafür wird es in einem gewissen Rahmen Entschädigungen von der Diözese geben. „Wir wollen nicht wie die törichten Jungfrauen sein, sondern jetzt schon vorsorgen“, meinte eine Pastoralrätin. Bis 2010 werden in der Diözese Linz rund 100 aktive Priester weniger zur Verfügung stehen. Nur zur Hälfte wird man dafür hauptamtliche Laienseelsorger/innen anstellen können. Die neuen Leitungsmodelle sehen vor, dass Pfarrer wesentliche Bereiche an einen oder mehrere ehrenamtliche Laien oder Diakone delegieren können. Auch in Pfarren, in denen ein Priester da ist, kann dieses Modell zur Anwendung kommen. Es ermöglicht etwa Priestern, sich schrittweise in den Ruhestand zurückzuziehen. Pfarren müssen sich künftig verstärkt die Frage stellen: Gibt es Menschen, die bereit sind, Verantwortung für die Grundaufgaben einer Pfarre zu übernehmen? Die Aufgaben werden von den Ehrenamtlichen jeweils für fünf Jahre übernommen. Für die Bereiche „Arbeit und Soziales“ sowie „Handeln für die Schöpfung“ wurden eigene Fachausschüsse eingesetzt.