Ich wusste nicht, was denn nun mein Highlight beim Blur-Konzerts war: „Girls & Boys“, „Out Of Time“, „Tender“? Seit dem 15. November ist es klar – es war das Plakat am Männerklo: Es kündigte ein Konzert von Nina Nastasia für besagten Tag an. Der Name alleine klang spannend genug, um das Konzert zu besuchen.
Im Rahmen der Veranstaltung „Stop.Spot“ brach dann ein Meer an Melancholie, Herbst, Sturm und grauen Wolken über das Publikum herein, als Nina Nastasia ihre Lieder vortrug. Düsterer Folk mit ächzenden Streichinstrumenten, dumpfen Paukenschlägen, zarten Gitarrenklängen und einer engelsgleichen Stimme wird einem auf dem neuen Album „Run To Ruin“ – was für ein Titel! – geboten. Nastasias Musik klingt ein bisschen nach Weltschmerz und die erste Träne, die einem über die Wange kullert, möchte man ihr schenken. Beim Konzert sang sie: „Im not afraid of stormy weather“ – bei einer Tasse Glühwein und einem Lächeln im Gesicht denke ich, „tja, dann sind wir schon zwei“, lausche der Musik und kuschle mich immer tiefer in die warmen Decken. Und Blur können warten …