Frauensteiner Seelsorgeteam ist Beitrag zur Zukunft von Pfarre und Ort
Ausgabe: 2003/47, Frauenstein
20.11.2003
- Josef Wallner
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„Wir haben uns nicht nur für das Foto unter den Schutzmantel der Frauensteiner Madonna gestellt. Wir vertrauen uns ihrem Schutz an“, sagen die Mitglieder des Seelsorgeteams Frauenstein: (von links) Johann Stoiber, Anna Paschinger, Pfarrer KonsR Johann Silberhuber und Karl Ketterer.
Berühmt ist Frauenstein durch die gotische Schutzmantel-Madonna. Die 490 Katholiken zählende Pfarre hat aber auch ein reges kirchliches Leben.
„Gott sei Dank haben wir genügend Mitarbeiter“, sagt Johann Stoiber und es schwingt in seinen Worten Freude und auch ein wenig Stolz auf die Bewohner/innen von Frauenstein mit. Der Direktor der Volksschule Frauenstein ist Obmann des Pfarrgemeinderates und Leiter des Seelsorgeteams. Dem Erhalt der Gemeinschaft gilt sein jahrzehntelanger Einsatz in Schule, Gemeinde und Pfarre: „Wir wollen, dass Frauenstein als Ort erhalten bleibt: als Pfarre mit Schule, Kirche und Wirtshaus.“ Darum hat sich die Pfarre auch für die Einsetzung eines Seelsorgeteams entschieden.
Dem 74-jährigen Pfarrer Johann Silberhuber gefällt dieser Weg, die Aufgaben auf mehrere Schultern zu verteilen. Er selbst bleibt – klarerweise – für die Liturgie zuständig, die Verantwortung für die Verkündigung trägt Karl Ketterer. Um die sozialen Anliegen kümmert sich Anna Paschinger mit ihren Caritas-Mitarbeiter/innen und die Fäden laufen bei Johann Stoiber zusammen. „Das Postive an den Seelsorgeteams ist, dass hier die Laien wirklich Verantwortung übernehmen“, merkt Stoiber an: „Wir verstehen uns aber nicht als Reservepfarrer oder als Mini-Hauptamtliche. Wir gehören zum Volk.“
Eine Familie von Frauenstein zieht täglich die Kirchturmuhr mit der Hand auf, dennoch gehen die Uhren in Frauenstein nicht anders als im übrigen Land: Kleine Strukturen – wollen sie bestehen – müssen sich besonders anstrengen. Das Seelsorgeteam weiß, dass viel Arbeit auf sie zukommt. Ketterer wird erstmals die Erstkommunion- und Firmvorbereitung eigenständig leiten. Volksschuldirektor Stoiber denkt an neue Initiativen: „Ich möchte etwas für Männer tun und außerdem liegen mir Schülermessen und die Ministrantenarbeit sehr am Herzen.“