Als vor zwei Jahren der 8. Dezember auf einen Samstag fiel, war für die Wirtschaft völlig klar: auf einen vorweihnachtlichen Einkaufssamstag kann sie nicht verzichten. Offensichtlich sahen das auch die Konsumenten so. Die Geschäfte am Marienfeiertag blieben geöffnet. Es sollte aber eine Ausnahme bleiben, so der Tenor der öffentlichen Meinung.
Im Vorjahr fiel das Fest Maria Empfängnis auf einen Sonntag. Die alljährliche Diskussion entfiel. Doch das Schweigen setzt sich fort, bis zum Dezember 2003. Um den kommenden Montag ist es merkwürdig still. Unausgesprochen ist jedem klar, dass am Hochfest Maria Empfängnis der größte Teil der Geschäfte offen sein wird. Vermutlich „ausnahmsweise“, weil der Montag doch wirklich ideal zum Einkaufen ist. Man darf auf die Argumentation im nächsten Jahr gespannt sein, wenn der 8. Dezember ein Mittwoch ist.
Geschlossene Geschäfte an Feiertagen und an Samstag Nachmittagen haben Schutz-Funktion für den Sonntag, waren Arbeiterkammer und Kirche noch vor fünfzehn Jahren bei ihrem Treffen zum Schutz des arbeitsfreien Sonntags überzeugt. Doch die Schutzwälle sind am Brechen.