Auf sich zu schauen, das liegt im Trend. In die Sauna bin ich aber vorher schon gegangen. Nur in Zukunft werde ich mir das überlegen. Oder die Sauna meiner Wahl genauer unter die Lupe nehmen. Zum Tathergang: nach erbrachter Schwitzleistung will ich die gebotene Ruhezeit verwirklichen. Da dudelt es über mir. Nicht zu überhören.„Rudi, das Rentier“, „Jingle Bells“ werden abgelöst von den handelsüblichen Schnulzen. Klebriger Musiksound in der Sauna. Bevor möglicherweise „Stille Nacht, Heilige Nacht“ ertönt, flüchte ich in die Saunakabine. Keine Musikfetzen, die sich in mein Ohr drängen. Gut, ich bin grundsätzlich empfindlich, was diese Dauerberieselung angeht. Aber jetzt bin ich richtig verärgert. Ich bitte um Ruhe! Nicht genug, dass einen allenorts bereits jetzt die Weihnachtslieder entgegenschwappen, wo doch auch der Advent ein wunderbares Repertoire an Liedern vorzuweisen hat. Der Weihnachtsfestkreis wird damit im Supermarkt und bei Konzerten hemmungslos vorweg genommen. Auf diese musikalische Vorbereitung würde ich gerne verzichten. Schließlich möchte ich mir am Heiligen Abend eine Überraschung schenken. Unverbrauchte Weihnachtslieder zum Beispiel.