„Reisinger, der Hut brennt!“ Diesen Satz wird Dr. Ferdinand Reisinger gelegentlich zu hören bekommen haben, als er sich entschloss, seinen Dienst als Priester auch ganz bewusst der Feuerwehr zukommen zu lassen. In seinem Fall tut er es für die Feuerwehr von Attnang. Die Pfarre Attnang gehört zum Stift St. Florian. Dr. Reisinger ist im doppelten Sinn Florianer – als Chorherr von St. Florian und als Feuerwehrmann. Beides hat für ihn einen tiefen Zusammenhang. Gerade im heurigen Gedenkjahr zum 1.700. Todestag des heiligen Florian wird für Reisinger deutlich: Florian hat sein Leben eingesetzt für in Bedrängnis geratene Menschen. Er ist mit seiner Autorität als römischer Beamter Menschen in Not zu Hilfe geeilt – und ist dabei selbst ums Leben gekommen. Solche „florianische Solidarität“ ist auch Feuerwehrleuten abverlangt. Vor allem der Feuerwehrjugend gibt Reisinger den florianischen Teamgeist mit auf den Weg. Florian war einer, der für seine Leute da war wie ein Spiritual. Und wenn junge Menschen mit „Feuereifer“ bei der Sache sind, so meint Dr. Reisinger: Es soll kein unerleuchteter Eifer sein, sondern ein besonnener Eifer. Ein Eifer, der mit dem Bibelwort im Lukasevangelium zu tun hat: „Du aber, stärke deine Brüder!“ Im Florianjahr will Feuerwehr-Seelsorger Dr. Reisinger diese Gemeinsamkeit von Kirche und Feuerwehr stärken.
Wie heißt die Funktion, in der Seelsorger/innen in der Feuerwehr ehrenamtlich tätig sind (siehe Vorderteil der Zeitung)?
Schicken Sie Ihre Antwort bis 23. Jänner 2004 an die Kirchenzeitung. Wir verlosen drei Florian-Bücher.