Wieder einmal zieht die FPÖ gegen das Schächten ins Feld, die rituelle Schlachtung von Tieren im Judentum und bei den Moslems: Die Tiere müssen, so die FPÖ, vorher betäubt werden, was aber einer strengen Auslegung zuwider läuft. Sie habe nur das Wohl der Tiere im Sinne, sagt die FPÖ. Komisch ist nur, dass ihr dies so wichtig ist: Das Schächten ist in Österreich wohl eher ein Randphänomen und beimTierschutz gibt es sicher wichtigere Themen. Wenn man sich ansieht, wer Leidtragende eines Schächtverbotes wären – Juden und Moslems –, scheint der Tierschutz eher ein plumper Vorwand zu sein, jene neuen und alten Kreise ewig Gestriger zu bedienen, denen es ganz recht ist, „den Juden“ und „den Ausländern“ mal wieder zu zeigen, wer der „Herr“ ist.