Beim Weltsozialforum im indischen Mumbai hat Mary Robinson, einst UN-Hochkommissarin für Menschenrechte, ein Abkommen zum Handel mit Kleinwaffen eingemahnt. 500.000 Menschen würden jedes Jahr Opfer dieser Waffen. Wie hinterlistig dieser Handel ist, zeigt ein Beispiel aus der Zentralafrikanischen Republik. Knapp ein Jahr nach dem Militärputsch sorgt dort nach wie vor das Internationale Rote Kreuz für die notwendigste medizinische Hilfe. Erst vergangene Woche konnte im Norden die Wasserversorgung für das dürstende Land wieder hergestellt werden. Und was schenkt zur selben Zeit Frankreichs Botschafter dem Putschpräsidenten? 46 Militärfahrzeuge und Ausrüstung im Wert von drei Millionen Euro. So trägt die (Ex-)Kolonialmacht bei, dass sich das Bild vom blutigen Afrika nicht ändert.