Zwei Wochen war Romana Klär in Bam. Die Oberösterreicherin organisierte die erste Hilfe der internationalen Caritas nach dem verheerenden Erdbeben.
Die völlige Zerstörung der einst prächtigen Oasenstadt und die unzähligen Verluste, die erleiden muss, wer die Katastrophe vom 26. Dezember überlebt hat – das sind zwei Erfahrungen, die Romana Klär nicht mehr loslassen. Auch nicht nach ihrer Rückkehr aus Bam am Donnerstag vergangener Woche. Die Oberösterreicherin war Mitglied des internationalen Caritas-Teams, das dort erste Hilfsmaßnahmen organisiert hat. Gemeinsam mit der britischen Organisation „Islamische Hilfe“ wurden hunderte Startpakete verteilt. Darin enthalten sind auch Teekanne und Kochtöpfe, damit die Familien ihre traditionellen Reisgerichte wieder zubereiten können. Ebenso wurde geprüft, wie die Caritas Menschen beim Wiederaufbau unterstützen kann.
Für die Frau aus Taufkirchen an der Trattnach war es der erste Auslandseinsatz bei der Caritas. Erst vor wenigen Monaten wechselte sie als Pressereferentin vom Hilfswerk Austria zur steirischen Caritas. Aber auch als Vertreterin einer kirchlichen Hilfsorganisation hatte Klär keine Probleme im Iran: „Wir sind mit offenen Armen empfangen worden.“ Dass die Hilfe zum Überleben – das kleine Stück Zukunft, das sie vermitteln wollte – über religiöse Zugehörigkeiten hinweg mit Dankbarkeit angenommen wurde, ist ein Lichtblick. Denn was dort passiert ist, „wo so viele Menschen fehlen, das ist für mich nicht nachvollziehbar.“