Es ist kalt jetzt, auch in Rumänien. Kälte, die den Armen weh tut. Und wenn sie auf der Straße leben, ist der Winter besonders hart.
Mag. Franz Mayringer und Maria Ritter aus Ried im Innkreis helfen. Franz Mayringer beispielsweise verbringt einige Tage im Winter in Temesvar mit der „Rollenden Suppenküche“. Um sich vor der Kälte von bis zu minus 15 Grad zu schützen, verkriechen sich Kinder in der Kanalisation.
Hunderttausende Kilometer
Maria Ritter, Franz Mayringer und der Gunskirchner Hermann Hochreiter wurden im Jahr 2003 für ihre Rumänien-Hilfsprojekte mit dem Solidaritätspreis der Kirchenzeitung ausgezeichnet. Zusammen haben sie mehrere hunderttausend Kilometer Hilfsfahrten hinter sich. Einige Details können einen Eindruck vom Umfang ihrer Hilfe vermitteln: Zusätzlich zum Straßenkinderprojekt in Temesvar verteilt die Rieder Rumänienhilfe an etwa 3.000 Adressen in den ärmsten Dörfern des Banats (an allein stehende ältere Menschen und kinderreiche Familien) Hilfspakete. Zehn Konvois werden jährlich zusammengestellt. Maria Ritter und ihrem Mann sind besonders auch die ehemaligen Russlanddeportierten in Temesvar ein Anliegen, die fünf Jahre Zwangsarbeit hinter sich haben und jetzt kaum eine Pension bekommen. Ritter und Mayringer machen manches gemeinsam, manches getrennt, aber auch mit Hermann Hochreiter kreuzten sich die Wege in Rumänien schon.
107 Hilfsaktionen
Hermann Hochreiter war bis Ende 2003 57-mal persönlich in Rumänien. Insgesamt führte er 107 Hilfsaktionen durch. Er bringt Saatgut, Maschinen, Bauholz, Matratzen, Krankenbetten, medizinische Geräte, Papier und noch vieles mehr für Private, Kirchen und Schulen in verschiedene rumänische Städte. Dabei ist Hochreiter auch immer wieder persönlich auf Baustellen aktiv. Derzeit läuft das Nennverfahren für den Solidaritätspreis 2004. Beteiligen Sie sich daran, nennen Sie Personen und Gruppen, deren Handeln Sie für besonders solidarisch halten. Unsere Adresse: Kirchenzeitung, Kapuzinerstraße 84, 4020 Linz. Sie können unter dieser Adresse auch den Folder anfordern oder sie verwenden das Formular im Internet. www.kirchenzeitung.at