„Es gibt schon erste Bilder“, verkündete die NASA stolz, nachdem ihr zweiter Roboter am Mars letzten Sonntag gelandet war.
Am 1. Dezember hat die aus Schlierbach stammende Sr. Bertholde Polterauer in Zimbabwe ihren Weinachtsbrief an die Kirchenzeitung aufgegeben. Am 26. Jänner ist er eingelangt. Sie schreibt von der Hungersnot, die es jetzt in Zimbabwe gibt. „Noch nie habe ich die Vater-unser-Bitte ‚Gib uns heute unser tägliches Brot‘ so von Herzen ausgesprochen wie jetzt“, schreibt Sr. Bertholde. Sie schreibt, wie eine Mutter sich kürzlich – das muss im November gewesen sein – drei Tage lang für Maismehl angestellt hat. Als sie heimkam, waren ihre drei Kinder verhungert. Da nahm sie sich selbst das Leben.
Die Kameras der Welt sind auf andere Schauplätze ausgerichtet. Nahost, Irak – und eben den Mars. Nichts gegen wissenschaftlichen Ehrgeiz! Doch wenn die Suche nach Wasser oder weiß Gott was auf dem Mars mit demselben Ehrgeiz verknüpft wäre, gegen den Hunger auf der Welt etwas zu tun, könnte man sich darüber freuen. Den Wunsch nach frohen und gesegneten Weihnachten Sr. Polterauers gebe ich gerne an unsere Leser/innen weiter – auch jetzt im Jänner.