Ausgabe: 2004/14, Kinderliturgie, St. Matthias, Jubiläum, Heissl
31.03.2004
- Josef Wallner
"Dieses Foto charakterisiert uns am besten", sagen die Mitglieder des Kinderliturgiekreises der Pfarre Linz-St. Matthias: "Wir sind eine herzliche Freundesgemeinschaft."
Seit 1979 trifft sich wöchentlich der Kinderliturgiekreis der Pfarre. Von den heute acht Mitgliedern sind drei von Anfang an dabei.
„Wenn es beim Gottesdienst ganz still wird, wenn Kinder und Erwachsene ganz aufmerksam sind – das sind die schönsten Augenblicke beim Gottesdienst“, erklärt Pfarrer Franz Fink. Natürlich können diese Momente durch die beste Vorbereitung nicht erzeugt werden, aber es lassen sich die Voraussetzungen dafür schaffen, dass die Messbesucher/innen mit Anteilnahme mitfeiern können. Und darum bemüht sich der Kilit, der Kinderliturgiekreis von Linz-St. Matthias.
Die monatliche „Familien- Kinder-Messe“, wie der Gottesdienst etwas umständlich, aber bewusst genannt wird, wird jeweils an vier Vormittagen vorbereitet. Ob das ein überdurchschnittlich großer Aufwand für eine einzige Eucharistiefeier ist, fragen sich die sieben Kilit-Frauen und Pfarrer Fink nicht. „Diese Messfeiern sind ein wichtiger Bestandteil unserer Kinderpastoral und daher enorm wichtig.“ Und sie halten die Pfarre jung, fügt Pfarrer Fink lächelnd hinzu: „Diese Form der Liturgie bringt Farbe und Dynamik in das Gemeindeleben. Wir möchten das auf keinen Fall missen.“Der erste Schritt und gleichzeitig der erste Dienstag der Messvorbereitung besteht in einer Bibelrunde. Das ungefähre Thema des Gottesdienstes wurde bereits bei einer Jahresklausur festgelegt. Bei den weiteren Treffen werden Texte für die Liturgie erarbeitet und es wird viel gebastelt. Die Symbole sind in der Herstellung aufwändig, weil der Kilit sie der Größe des Kirchenraums entsprechend ausführt. Da muss manchmal schon ein Pfarrgemeinderat, der von Beruf Architekt ist, das Team verstärken, damit alles die richtige Festigkeit erhält und sicher verankert ist. Ein Kalender, der zum Jahresthema der Gottesdienste gestaltet und zu Schulbeginn ausgeteilt wird, erinnert Kinder und Eltern an Mess-Termine jeweils von September bis Juni. Die Hälfte der Kilit-Frauen hat schon erwachsene Kinder. Aber das ist kein Hindernis sich zu engagieren. Keine möchte diese Arbeits- und Glaubensgemeinschaft missen. Für Pastoralassistentin Hildegard Heissl sind die Familien-Kinder-Gottesdienste ein Zeichen der Ermutigung: „Trotz vieler Schwierigkeiten – die Kirche lebt und es geht weiter.“