Ausgabe: 2004/15, Grenzgänger, Schwertner, Laienrat, Jugend, KAJ
06.04.2004
- Hans Baumgartner
Vor einem Monat wurde Rudolf Schwertner zum Präsidenten des Katholischen Laienrates Österreichs gewählt. Er ist selber ein Grenzgänger zwischen verschiedenen Organisationen.
Seit seiner Jugend sei er ein „Grenzgänger“ zwischen verschiedenen katholischen Organisationen gewesen, erzählt Rudolf Schwertner (71). Daher kenne er die gegenseitigen Vorbehalte und Eifersüchteleien ganz gut, meint er. „Ich selber habe die unterschiedlichen Prägungen immer wieder als bereichernd erfahren.“ Nach dem Krieg ging er in die Pfarrjugend, die seine Mutter aufgebaut habe. Nach der Wiederbegründung der MKV-Verbindung Nibelungia trat er dort bei. Es habe ihm während der Nazi-Zeit imponiert, dass man sich unter den Kartellbrüdern seines Vaters vertrauen konnte. Beim MKV und CV habe er gelernt, was offenes Bekenntnis und gelebte Demokratie ist. Und schließlich sei er auch von der KAJ nachhaltig geprägt worden. Deren Leitspruch für christliches Apostolat „sehen, urteilen, handeln“ gelte für ihn bis heute. Durch die Lombardibewegung habe er begriffen, dass Gott die Liebe ist. Zuletzt war Schwertner sechs Jahre Präsident der Katholischen Aktion in St. Pölten.
Diese Voraussetzungen, so hofft Schwertner, könnten für seine neue Aufgabe im Laienrat durchaus nützlich sein. Außerdem habe er als Familienrichter gelernt, auch in schwierigen Situationen das (noch) Verbindende zu suchen. Unter dem Dach des Laienrates befinden sich von ihrer Spritualität und ihren Interessen her sehr unterschiedliche Organisationen. Das Verbindende zu fördern, manche Gräben zu überbrücken und die Zusammenarbeit in Sachfragen zu verbessern hat sich Schwertner als Ziel gesetzt.