Sie öffnet den Schranken zum Parkplatz. Mit ihr bezahlt man das Essen in der Mensa oder erfragt man die Ergebnisse nach Prüfungen, sie dient als Studentenausweis, man kann sie, mit der Quick-Funktion ausgestattet, auch sonst als Zahlungsmittel verwenden.
Für 11.500 Studierende, Lehrende und Beschäftigte an der Johannes Kepler Universität ist die „KeplerCard“ eine Selbstverständlichkeit. Die in Linz entwickelte Karte wurde kürzlich mit dem ELAN Award, dem „Oscar für Plastikkarten“, ausgezeichnet.
Was für die einen selbstverständlich und praktisch ist, gilt in anderen Bereichen noch immer als umstritten. Als Ersatz für Krankenscheine etwa gibt es die Chipkarte immer noch nicht. Doch die Entwicklung wird sich nicht aufhalten lassen – und sie geht schneller, als viele, vor allem Ältere, mitkönnen. Es gibt noch immer die Menschen, die mit der virtuellen Welt nicht vertraut sind, die den Umgang mit Plastikkarten nicht gelernt haben. Nur dann kann man der Entwicklung gelassen, ja sogar positiv gespannt entgegensehen, wenn auf die soziale Weiterentwicklung ebenso viel Mühe verwendet wird wie auf die technische. Sonst entsteht eine Art neuer Analphabetismus.