Wir müssen alle aufs Geld schauen. Kirchliche Einrichtungen genauso wie Firmen, Bund und Land. Ohne Geld ka Musi – das war auch schon in früheren Zeiten so.
Wenn bei der Präsentation der Landesausstellung 2004 der Löwenanteil der Redezeit von Touristikern, Wirtschaftern und Politikern bestritten wird und wegen der guten Zusammenarbeit alle restlos von sich begeistert sind, dann werde ich unruhig. Wo bleibt die Kultur, um die es geht, die als Kitt zwischen den Menschen gepriesen wird ?
Die Kulturverantwortliche erhält endlich eine angemessene Redezeit von ein paar Minuten. Was sie sagt, hat unbestritten mit Kultur und Geschichte zu tun. Aber lohnt sich dafür der Aufwand?
Die Antwort auf meine Frage geben sich die Verantwortlichen selbst. Schlau wie sie waren, haben sie nämlich - so erzählen sie stolz – zuerst die Touristiker eingeladen und gefragt: „Was können wir machen, damit wir es auch verkaufen können?“ Aus Erfahrung sei man klug geworden: Da habe man sonst ein Produkt, das sich dann nicht an den Mann bringen lasse. Zuerst die Verpackung, dann der Inhalt: Ob sich das langfristig rechnet?