Die Pfarre Guter Hirte in Linz ist unter den katholischen Pfarren Österreichs eine Öko-Pionierin. 1999 begann der Solararbeitskreis der Pfarre, ein Gesamtenergiekonzept zu erstellen: Fotovoltaikanlage, Solarthermie, Biomasse statt Biogas ... Binnen sechzehn Monaten wurde die Pfarre fast „energieautark“. Noch heuer wird, wenn auch der Kindergarten mit einer Fotovoltaikanlage ausgestattet ist, der „Gute Hirte“ mehr Energie produzieren als verbrauchen. Vier Reihenhäuser nutzen derzeit schon überschüssige Wärme-Energie. Wenn eine Pfarre so umwelt- und energiebewusst handelt, ist es schon etwas Besonderes. Der Solararbeitskreis hat aber darüber hinaus inhaltliche und organisatorische Vernetzungen hergestellt: Umweltbewusstsein ohne Eine-Welt-Verständnis ist eine halbe Sache, ist für die Ökopioniere klar. Konsumenten beeinflussen mit ihren Kaufentscheidungen, unter welchen Bedingungen für Menschen und Umwelt Güter produziert werden. Der Solararbeitskreis engagiert sich daher für faire Handelsbeziehungen durch Bewusstseinsarbeit und Aktionen. Mit einem Teil der ersparten Energiekosten werden Solarkocher für arme Regionen des Südens finanziert. Bisher konnten 58 dieser Kocher nach Afrika und Südamerika geschickt werden. In Bolivien wird mit Partnern eine Solarkocher-Werkstätte errichtet. Für sein Engagement wurde der Solararbeitskreis 2003 mit dem Solidaritätspreis der Kirchenzeitung ausgezeichnet.
Schätzen Sie, wie viele Kilowattstunden Strom können mit einem Kilowatt Fotovoltaik pro Jahr im Raum Linz produziert werden? a) etwa 500 oder b) bis zu 1.000 oder c) 1.500 und mehr?
Schicken Sie die Lösung bis 21. Mai 2004 an die Kirchenzeitung, Kapuzinerstraße 84, 4020 Linz, ein. Wir verlosen einen Wasserkocher von Eudora im Wert von 70 E (der Energie-Sparsamste!).
Beim Rätsel Nr. 18 (Rudolph Hittmair) haben Karola Glechner, Braunau; Hermann Mayrhofer, Leonding; und Elfride Pichler, Hagenberg, gewonnen. Wir gratulieren herzlich!