The Walkabouts – Death Valley Days (erschienen bei Glitterhouse Records).
Ausgabe: 2004/22, CD, Walkabouts
25.05.2004
- K. Rauscher
Mit der Trennung von Carla Torgerson und Chris Eckman lösten sich auch die Walkabouts auf. Aus diesem unerfreulichen Anlass möchte ich noch einmal eine ihrer Platten in Erinnerung rufen. „Death Valley Days“ ist eine Kollaboration von unveröffentlichten Songs der ersten zehn Jahre Bandgeschichte. Auf über 70 Minuten tummeln sich Songs, teils aus der Feder des Duos Torgerson/ Eckman, teils Coversongs von Musikerkollegen. Trotz der noch etwas ruppig arrangierten eigenen Songs harmonieren die verrauchte, tiefe Stimme Eckmans und der süße, elegische Gesang Torgersons hervorragend. Und so braucht sich die Band auch nicht scheuen, wenn sie Songs von Größen wie Neil Young, Bob Dylan oder Nick Drake eine neue Note verleiht. Das Highlight kommt am Schluss: Torgerson bietet mit Tilman Rossmys „Loswerden“ den intensivsten, bittersten, traurigsten und schmerzhaftesten, aber gleichzeitig auch süßesten Song über den Tod einer Beziehung, den die Welt gehört hat. Bis es aber bei den Walkabouts so weit war, wurden noch eine Reihe schöner Alben produziert.