Dass die Wallfahrt der Völker trotz mancher Panne letztlich problemlos verlief, hat selbst Andrea Geiger überrascht. Die Vorarlbergerin plante die Betreuung der Pilger vor Ort.
Dass Mariazell einfach schwierig sei für die Durchführung einer derart großen Veranstaltung, das war Andrea Geiger schon bewusst, als sie vor einem Jahr in das Vorbereitungsteam der Wallfahrt der Völker mit eingestiegen ist. „Und angesichts der Schwierigkeiten, mit denen wir zu kämpfen hatten, ist es wirklich sehr gut gegangen.“ Auch wenn es für manche keine Überraschung war, dass statt der lange erwarteten 60.000 doch 100.000 Menschen kommen sollten, so stellte der Ansturm eine neue Dimension für die Organisation dar. Im Gegensatz dazu bezeichnet die Frau aus Wolfurt die vielen kleinen Details, die ihr zuletzt durch den Kopf gegangen sind, als „liebevoll“: dass beispielsweise der Sirenenalarm am Samstag bei Pilgern ehemaliger Kriegsgebieten keine Erinnerungen wachruft. Dank guter Zusammenarbeit mit den Behörden war auch dieses Problem rasch gelöst. Auf 89 Sattelzügen wurde alles geliefert, was für Festgelände und Zeltstadt notwendig war. 1500 ehrenamtliche und 80 angestellte Mitarbeiter sorgten für den reibungslosen Ablauf des dreitägigen Festes, unterstützt von 2050 Einsatzkräften. Dass ausgerechnet das Wetter, das sich jeder Logistik entzieht, erbarmungslos auch kleinste Planungsfehler aufdecken kann, das wusste die ehemalige Jugendarbeiterin aus langjähriger Erfahrung. Dass jedoch so viele Pilger trotz der Mühen und Strapazen die Ruhe bewahrt haben, das ist für Andrea Geiger letztlich „die Erfahrung“ von Mariazell.