Im Jahr 2008, so kündigte ein Kenner der Branche vor kirchlichen Medienleuten an, werde es in Österreich je Einwohner drei Mobiltelefone geben. Festnetzanschlüsse wird es nur mehr eine Million geben. Das ist der Trend, und darauf stellt sich die Wirtschaft ein. Was sind die Trends? Das wird immer mehr zur Hauptfrage derer, die im Leben bestehen wollen. Die richtige Ausbildung soll man wählen, für die richtige Technologie soll man sich entscheiden. Der „freie Markt“ bringt das eben mit sich. Doch die Trends, denen man folgen wollte, werden immer mehr zur Fessel. Es bleibt einem gar nichts anderes übrig, als zu folgen. Ein nüchterner, vielleicht sogar übler Beigeschmack bleibt. Das ständige Hinterherlaufen nach den neuesten Trends formt die Gesellschaft um zu einem Volk von Nachläufern. Wer vorne läuft und wohin der Weg eigentlich geht, bleibt vielfach unbekannt. Jemand wird es schon wissen! Oder doch nicht? Wenn all die Trends nur das Ziel haben, Konten und Kassen zu füllen oder auch wirtschaftliches Überleben zu sichern, dann wäre dies ein ziemlich zielloses Dahinirren mit unbestimmtem Ausgang. Es gibt Menschen, die machen es anders. Sie gehen einen Weg ganz bestimmt. Sie wissen auch von einem Ziel. Menschen, die so unterwegs sind, sind Berufene. Sie brauchen Selbstbewusstsein und Selbstbestimmtheit. Berufene sind Menschen, die sich nicht durch das Leben treiben lassen, sondern die selbst Schritte setzen und Wege wählen. Sie laufen nicht Trends und Moden nach, sie folgen nach – und sie wissen vor allem, wem.