Eine volle Kirche – und das bei einer Jugendmesse? Einmal im Monat ist das in der Stiftskirche Schlägl der Fall. Und das seit 25 Jahren.
„Um fünf nach sieben war die Kirche schon bummvoll“, erzählt Kerstin. Dabei hat die Messe erst um halb acht begonnen. Am 5. Juni war Jubiläumsmesse. Ganze Jugendgenerationen im oberen Mühlviertel sind mit diesem Angebot im Stift groß geworden. – Und viele von ihnen kommen nach wie vor zur Jugendmesse – an jedem ersten Samstag im Monat, immer um halb acht. Viele Eltern begleiten inzwischen ihre eigenen Töchter und Söhne in die Jugendmesse. Abt Martin Felhofer hat vor 25 Jahren die erste Jugendmesse im Stift gefeiert. Elf Jahre lang hat er die Vorbereitung koordiniert und war Ansprechpartner für die Jugendmesse. Jedes Mal übernimmt eine andere Pfarre die Vorbereitung. Nach Felhofer hat Herr Paulus Manlik die Jugendgottesdienste betreut. Jakob Eckerstorfer hat die Jugendgottesdienste kennen gelernt wie viele andere auch. „Der Pfarrer hat mich und meine Schwester mitgenommen“, erzählt er. Jakob ist schließlich in das Stift eingetreten. Seit einem Jahr ist er für die Jugendgottesdienste zuständig. Jugendmessen sollten immer etwas Innovatives haben, meint er – und sie sollen Sache der Jugendlichen bleiben. Sie sollten sich dabei ruhig mehr trauen als bei einer Sonntagsmesse für eine Pfarre. Die Musik des großen Chores und die Band haben Kerstin bei der Jubiläumsmesse sehr angesprochen. Die vorbereitende Pfarre nimmt auch ihre Musik mit. Viele sind so beteiligt. Weil viele Eltern mitkommen, tragen die Jugendmessen in Schlägl zu einem gemeinsamen Erleben von Kirche bei.