Schon für die Germanen hatte der Tag der Sonnenwende eine besondere Bedeutung. Dieser Tag war Richtmaß für die Ortung und die Richtlegung von Siedlungen und Gräbern. Dadurch kann man heute noch ihre Kultstätten identifizieren. Weiters wurde die Sonnenwende zur Bestimmung ihres Kalenderjahres hergenommen. Während heute das Jahr am römischen Neujahrsfest beginnt, zählte das germanische von Sonnenwende zu Sonnenwende.
Dieses Phänomen der Sommersonnenwende tritt jährlich am 21. Juni auf. An diesem Tag scheint die Sonne rund 16 Stunden. Gleichzeitig gibt es in der Nähe von den Polarkreisen am Tag der Sommersonnenwende keinen Sonnenuntergang. Das ist bekannt unter dem Begriff Mitternachtssonne. Es kommt aber immer darauf an, ob man sich auf der nördlichen oder südlichen Halbkugel der Erde befindet. Hält man sich an diesem Tag nämlich auf der Südhalbkugel auf, erlebt man dort im Juni die Wintersonnenwende. Die Sommersonnenwende ist auf der südlichen Erdhälfte im Dezember an jenem Tag, an dem auf der Nordhalbkugel die Wintersonnenwende stattfindet. Dieser Gegensatz ist durch die Umkehr der Jahreszeiten auf der Südhalbkugel erklärbar.
Die Räselfrage zur Sommersonnenwende: Ist die Zeitspanne vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Untergang am längsten Tag des Jahres alle Jahre gleich lang?
Schicken Sie die Lösung bis 25. Juni an die Kirchenzeitung, Kapuzinerstraße 84, 4020 Linz.
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Beim Rätsel Nr. 23 (Enns) haben gewonnen: Hermine Stelzer, Peuerbach; Undesser Pauline, Gallneukirchen, Maria Hummer, Pram.