Beim Theaterfestival „Schäxpir“ werden heikle Themen auf die Bühne gebracht: Flüchtlingsschicksale, Magersucht, Krieg. Vom Abschiednehmen und vom Verlust handelt das Stück „Bis später, Ferdinand“.
„Bis später, Ferdinand!“ ist ein Stück für Kinder ab 8 Jahren. „Ab diesem Alter nehmen Kinder erstmals so richtig die Endgültigkeit des Todes und den damit verbundenen Schmerz und die Trennung wahr,“ sagt Autorin Elisabeth Vera Rathenböck.
Zum Thema hingeführt hat sie ihre sechsjährige Tochter, erzählt die Autorin aus Steyr: „Mit ihren Fragen zum Thema Tod und den daraus entstandenen Gesprächen hat mich meine Tochter sehr schnell an meine eigenen Grenzen gebracht. Es ist wichtig, dass Eltern dann versuchen, ihren Kindern das zu sagen, was sie selbst dazu wissen und auch offen zugeben, wenn sie etwas nicht beantworten können.“Im Stück muss die kleine Paula den Tod seines älteren Bruders Ferdinand überwinden. Es tauchen für sie viele Fragen auf: „Wächst man im Sarg noch weiter?“ oder „Hab ich auch, wenn ich tot bin, noch Hunger?“
Die Beschäftigung mit dem Tabu-Thema, das Klären biologischer Abläufe nimmt auch die überdimensionale Angst vor dem Sterben, vor dem Tod, weiß Rathenböck aus eigener Erfahrung und meint: „Kinder sollten z. B. bei Begräbnissen auf keinen Fall abgeschirmt werden. Die nüchterne Auseinandersetzung mit dem Thema kann ihnen dabei helfen, das Leben und den Tod als Bestandteil des Lebens zu begreifen.“
Das Stück wird am 2. Juli um 10 und 14 Uhr aufgeführt. Wir verlosen 3 Karten: Kennwort „Schäxpir“, Mail an office@kirchenzeitung.at. Schulen können das Stück und einen Work-shop dazu buchen. Infos unter Tel. 0732/64 11 44.