Das Ex-Genie bei Blur hatte allen Grund, seine Wunden zu lecken, als nach Veröffentlichung des letzten Blur-Albums keiner den ehemaligen Gitarristen der Band zu vermissen schien. Doch entgegen allen Erwartungen zog sich Coxon weder schmollend zurück, noch sagte er Blur den Kampf an. Dieser Tage veröffentlichte der Musiker sein Soloalbum „Happines in Magazines“. Und der Name ist Programm: keine Spur von gequälter Depression, sondern lebendiger Pop bis zum Schluss. Der rotzfreche Opener „Spectacular“ als kleines Manifest gegen die Traurigkeit. Gequälte Gefühle werden maximal noch aus der Ferne betrachtet. Dass der Lovesong „Bittersweet Bundle of Misery“ stark an Blurs „Coffee & TV“ angelehnt ist, stört nicht. So bleibt offen, ob Coxon die Nummer einer Verflossenen oder Blur widmet und so mit der Band seinen Frieden macht. Die Rocknummer „Freakin´Out“ nimmt es locker mit Blur-Brechern wie „Song 2“ oder „Crazy Beat“ auf. Das etwas hysterische „People Of The Earth“ gleichen melodische Songs wie „Hopeless Friend“ oder „Bottom Bunk“ wieder aus. Mit den Worten „Life, I Love You“ stellt Coxon allen Zweiflern noch einmal ein finales Statement entgegen.