Seit drei Jahren wird in Freistadt ein neuer Schulzweig angeboten
Ausgabe: 2004/26, Medien, Schulzweig, Freistadt, Kommunikations- und Mediendesign, Pflichtparktikum
24.06.2004
- Marlies Miesenberger
„Kommunikations- und Mediendesign“ nennt sich der neue Schulzweig, der seit Herbst 2001 an der Schule der Armen Schulschwestern von Unserer Lieben Frau in Freistadt angeboten wird.
Mediendesign und -informatik, Projektmanagement, Film und Fotografie, Präsentationstechniken, Homepagegestaltung und Informationsmanagement. Diese und noch weitere Themenbereiche zählen zur fünfjährigen Ausbildung im Zweig „Kommunikations- und Mediendesign“.
Der Reiz des Neuen
„Eigentlich wollte ich nach der Hauptschule immer den traditionellen hauswirtschaftlichen Zweig an dieser Schule absolvieren. Doch dann erfuhr ich von diesem neuen Zweig. Ich habe mich daraufhin näher informiert und mich dann spontan umentschieden. Ausschlaggebend für dieses Entscheidung war einfach der Reiz des Neuen und Unbekannten,“ berichtet Julia Vater, eine Schülerin aus dem 1. Jahrgang dieses neuen Schulzweiges.
Breit gefächertes Angebot
„Da das Ausbildungsgebiet sehr groß und breit gefächert ist, wird uns eigentlich in allen Bereichen ‚nur‘ das Grundwissen vermittelt. Sein Spezialgebiet, das ihn besonders interesssiert, muss jeder Schüler selbst für sich herausfinden. Das wäre eventuell noch ein Punkt, an dem Schüler und Lehrer noch gemeinsam arbeiten könnten, sodass in einigen speziell ausgewählten Bereichen nicht nur der Grundstock weitergegeben wird, sondern ein detailreicheres und spezifischeres Wissen,“ meint Vater.
Selbstpräsentation
Ein weiterer äußerst wichtiger Aspekt der Ausbildung sind die Selbstpräsentation und die Präsentationstechniken. Dazu meint Vater: „Im heutigen Berufsleben wird es immer wichtiger, dass man sich selbst gut verkaufen und präsentieren kann. Deshalb finde ich es gut, dass man das im Rahmen des Unterrichtes vor einer doch eher kleineren Gruppe von Menschen lernt und üben kann. Somit hat man für das spätere Leben schon genügend Routine und hat auch keine Scheu mehr, sich vor größeren Gruppen zu präsentieren.“
Fachübergreifend arbeiten
Gerade bei Projektarbeiten werden oftmals Themen von zwei oder mehreren Fächern zu einem gemeinsamen Projekt verbunden. So haben die Schüler der 3. Klassen z. B. heuer eine eigene Homepage gestaltet, die zuerst im Fach „Künstlerisch Kreatives Seminar“ am Papier entworfen und geplant und dann im Programmierunterricht am Computer umgesetzt wurde. Es ist also nicht nur Kreativität am Computer gefragt, sondern auch in anderen Fächern.
Pflichtpraktikum
Im Rahmen der Ausbildung muss zwischen drittem und viertem Jahrgang ein Pflichtpraktikum absolviert werden. Grundsätzlich kann das Praktikum im Medienbereich (Radio, Zeitungen, Werbeagenturen ...), aber auch im kaufmännischen Bereich (Banken, Steuerberater, Büros ...) gemacht werden. „Es ist zwar für die weitere Berufslaufbahn sicherlich ein Vorteil, weil man während des Praktikums schon Kontakte knüpfen kann, aber gerade im Medienbereich ist es besonders schwierig einen passenden Praktikumsplatz zu bekommen, da solche Betriebe oft nach Auftragslage arbeiten und im Vorhinein nicht abschätzen können, ob sie zu dieser bestimmten Zeit jemanden anstellen können,“ so Vater.