Die FPÖ hat wieder einmal ihre Regierungsmannschaft verändert. Ob die Regierungsarbeit damit besser wird, ist fraglich, besonders, wenn mit der neuen Justizministerin eine in diesem Metier völlig unerfahrene Landesbeamtin ein derart zentrales Ressort übernimmt. Natürlich soll man Karin Miklautsch erst einmal arbeiten lassen. Sie hat jetzt die Möglichkeit, zu beweisen, dass man bei der Jugendgerichtsbarkeit sensibler sein kann als den Jugendgerichtshof abzuschaffen, dass nicht alles, was aus dem Bärental kommt, eine „verfolgenswerte Idee“ ist, und sie kann – besonders als Kärntnerin – endlich mehr zum Minderheitenschutz beitragen. Kurz: Sie kann beweisen, dass „Quereinsteiger“ in der Politik durchaus etwas bewegen können. Doch wenn man noch so wenig voreingenommen ist: Die Erfahrung der vergangenen Jahre lässt (ver)zweifeln.