Im Jahr 2002 waren es sieben „Priesterinnen“. Am Samstag, 26. Juni 2004, folgten fünf „Diakoninnen“. Der Ort: Das Donauschiff SISSI, das von Passau aus zunächst nach Österreich steuerte.
Unter notarieller Aufsicht ging die „Diakoninnenweihe“ über die Bühne – und der Notar hatte seine Amtsbefugnis nur für Österreich. Die Kandidatinnen kamen aus fünf verschiedenen Ländern, keine aus Österreich, auch keine aus Deutschland. Wert legen die handelnden Personen auf die Feststellung, dass der Akt in der „apostolischen Sukzession“ stattfand, nämlich durch Christine Mayr-Lumetzberger und Dr. Gisela Forstner, die sich als „Bischöfinnen“ bezeichnen.
Es fällt auf, wie sehr von den hier Handelnden die Tradition betont wird, dass sozusagen rechtlich alles in Ordnung wäre. Sogar ein Notar wird gerufen – eine Facette überwunden geglaubten Staatskirchentums. Während die Autorität der Vergangenheit heraufbeschworen wird, gelten die jetzt handelnden Autoritäten der Katholischen Kirche nichts. Diese Diskrepanz stimmt traurig – vor allem jene, die sich für die Kirche auch Veränderungen erhoffen – mit ihr allerdings und nicht gegen sie.