Der heilige Florian lässt seinen Frust los: Da haben sie ihm, dem Kanzleichef, eine Uniform angezogen und zum obersten Feuerwehrmann gemacht, ohne dass er je bei der Feuerwehr war. Seine Leistung als Glaubenszeuge sieht kaum mehr jemand und wer kennt schon seine wahre Geschichte ...Schon der Beginn des Filmes „Wetten, dass er lebt“ zeigt, dass es um einen anderen Zugang zum Heiligen von Ufernorikum geht, als er dem Publikum vielleicht geläufig ist. Davon konnten sich die Besucher/innen der Premiere am Sonntag in St. Roman überzeugen. Der Film versetzt Florian in die Gegenwart und verbindet zwei Handlungsstränge: Da steht Florian gegenüber einer alten Bekannten zu seinem Glauben und es gelingt ihm, ihr dieses Glaubensgefühl auch näher zu bringen. Vor diesem Hintergrund entwickelt sich auch eine Liebesgeschichte. Im zweiten Handlungsstrang zeigt sich Florian mit seinen Arbeitskolleg/innen solidarisch und organisiert den Arbeitskampf gegen Stellenabbau. Dieser bringt ihn in Gefahr ...Der Film endet dramatisch. Die Dramaturgie ist gut durchdacht und es gelingt, die beiden Handlungsstränge zusammen mit einer Art Prolog durchgängig über 35 Minuten zu erzählen. Der Film war, nach der Vorjahresproduktion „Die Tochter“, das Frühjahrsprojekt der Dekanatsjugend Schärding mit Martin Brait und Pfarrer Peter Pumberger. Nach der Premiere bekundete einer der Schauspieler/innen, dass er sich auf Grund der Arbeit an dem Film wieder mehr mit Religion und Glauben beschäftigt hat. Einer von vielen gelungenen Aspekten des Films.
Der Film kann im Pfarramt Suben (Tel. 07711/22 43) oder im Pfarramt St. Roman (Tel. 07716/73 74) ausgeborgt werden.