Waltraud Gugerbauer koordiniert die Caritas-Hilfe für Weißrussland. Weißrussische Kinder verbringen den Sommer schon seit Jahren in OÖ.
Sie werden kurz Tschernobyl-Kinder genannt. „Dabei geht es uns weniger darum, dass ihre Krankheit in Zusammenhang mit der Katastrophe von 1986 steht. Weißrussische Kinder sind – wenn man hinfährt – so blass und gesundheitlich nicht gut beisammen“, erzählt Waltraud Gugerbauer. Seit Oktober 1999 arbeitet sie bei der Caritas Auslandshilfe. Gleich zu Beginn ist sie ein halbes Jahr nach Belarus, wie Weißrussland eigentlich heißt, gegangen. „Ich hatte vorher einen recht faden Job“, erzählt sie. Das Angebot der Caritas hat sie interessiert. Vor allem hatte sie die Möglichkeit, dort nicht in einer internationalen Kolonie zu landen, sondern mit Weißruss/innen zusammenzuarbeiten. Russisch hat die Handelswissenschaftlerin auf der Universität gelernt.
Vor Ort sieht sie, wie schlecht die Wirtschaftslage in Belarus ist und wie sehr es in der Gesundheitsversorgung mangelt. Deshalb wählt die Caritas dort vor Ort Kinder aus, die zur Erholung zu uns kommen. „Es sind besonders benachteiligte Kinder, die diese Möglichkeit bekommen“, sagt Gugerbauer. Ihre Kollegin Gabriele Eremia organisiert dann die Aktion in Oberösterreich.Auch privat ist die ledige Caritas-Mitarbeiterin viel unterwegs und ihre Reisen führen sie nicht nur nach Weißrussland: Sie pendelt wöchentlich zwischen Wien, wo sie studiert hat, und Puchenau, wo sie herstammt.