Ob das Geheimarchiv, die Spekulationen um das – bereits gelüftete – dritte Geheimnis von Fatima oder das Rätselraten rund um die Ikone der Muttergottes von Kazan: vatikanische Geheimnisse gelten als ebenso aufregend wie Liebesgeschichten aus Königshäusern. Doch nun gibt es ein Geheimnis weniger – sogar in den päpstlichen Gemächern. Die dort aufbewahrte Ikone kehrt nun zurück. Doch in Moskau löst die „Beschützerin Russlands“ nur zurückhaltendes Echo aus. Die Geste in ihrem Wert anzuerkennen könnte dazu führen, sich in der Ökumene öffnen zu müssen. Noch wird allerdings betont, es handle sich um eine Kopie, wie es unzählige von der Kazanskaja gebe. Dass der Papst nun sogar Abstand vom „Gegengeschäft“ einer Moskaureise genommen hat, macht die ökumenische Geste noch wertvoller.