Die Dauer des Zivildienstes wird bei den laufenden Gesprächen zur Zivildienstreform eine wichtige Frage sein. Theresia Haidlmayr, Zivildienstsprecherin der Grünen, tritt für einen sechsmonatigen Dienst ein, das sei genug. Auch Junge ÖVP (JVP) und SPÖ plädieren für diese Verkürzung. Die FPÖ kann sich einen neunmonatigen Zivildienst vorstellen. Ein heißes Thema ist auch das Verpflegungsgeld, das dem der Präsenzdiener angeglichen werden soll, so der breite Konsens. Geht es nach den Grünen, so sollen Zivildiener das Verpflegungsgeld in Zukunft direkt vom Bund erhalten. Ein Vorschlag ist auch der einer freiwilligen Einjährigkeit: Zivildiener sollen die Möglichkeit haben, sich statt der sechs Monate für ein Jahr zu verpflichten. Das solle auch mit finanziellen Anreizen verbunden werden, sagt der Obmann der JVP OÖ, Bernhard Baier.
Sowohl JVP als auch Grüne sprechen sich gegen einen verpflichtenden Sozialdienst aus, es gebe dafür nicht genügend Möglichkeiten. Ebenfalls weitgehende Einigkeit herrscht bei der Aufwertung des freiwilligen sozialen Jahres, die dort abgeleistete Zeit soll als Ausbildungs- oder Praktikumszeit angerechnet werden.