Sr. Leopoldine Reisinger, Sr. Brigitte Thalhammer und Sr. Erni Baumann (von links) sind als neue geistliche Gemeinschaft in Linz eingezogen. Die drei Salvatorianerinnen wohnen in der Harrachstraße, im Gebäudekomplex des Priesterseminars. Sie wollen dort einen Ort schaffen, zu dem Menschen kommen können, um z.B. gemeinsam zu beten. Ab 12. Sept. sind die Pforten der Gemeinschaft geöffnet.
Nahe dem Priesterseminar haben die Salvatorianerinnen eine neue, kleine Gemeinschaft gegründet. Die drei ersten Schwestern treten Dienste für die Menschen der Diözese an.
Noch fehlt die richtige Beschriftung an der Türklingel, Umzugskisten stehen im Flur und die Farbe riecht frisch. „Sie ist aber schon trocken“, sagt Sr. Brigitte Thalhammer. Die gebürtige Bad Ischlerin ist nach einer Zeit in Gurk (Kärnten) in ihr Heimatbundesland zurückgekehrt, um für die neue Gemeinschaft in der Harrachstraße zuständig zu sein. „Zuerst war die Idee des Neuanfangs da“, erzählt sie, „dann die Frage, wohin wir gehen. Salzburg und Linz standen zur Wahl.“ Geworden ist es Linz nicht zuletzt deshalb, weil sich das Priesterseminar eine geistliche Gemeinschaft im Hause gewünscht hat.
Arbeit in der Diözese
Sr. Brigitte Thalhammer wird die Ausbildung zur Pastoralassistentin machen und in der Dompfarre arbeiten. Sr. Erni Baumann, die aus St. Georgen/A. stammt, ist Religionslehrerin und wird sich darüber hinaus auch in verschiedenen Bereichen der Dompfarre engagieren. Die Dritte im Bunde, Sr. Leopoldine Reisinger aus Obritz (NÖ), sucht sich nach ihrer Ankunft in Linz einen Arbeitsplatz – sei es in einer Pfarre, bei der Caritas oder anderswo. Da helfende Hände überall gern gesehen werden, dürfte das kein Problem werden.
„Neben unseren Tätigkeiten ist aber vor allem die Präsenz wichtig und wir werden sehen, was sich daraus entwickelt“, sagt Sr. Brigitte, „wir wollen bei uns auch einen Ort schaffen, wohin die Menschen kommen können, um zum Beispiel bei den Gebetszeiten mitzubeten. Wir wollen mit den Menschen sein. Aus der heilenden Begegnung mit Christus wollen wir auch anderen Menschen heilend begegnen.“
Der Alltag spielt in der Gemeinschaft und für die Einzelne im Orden eine ganz besondere Rolle, auch in Vesper, Laudes und persönlichem Mittagsgebet. Ein geistlicher Beginn ist für September geplant, wenn sich die Schwestern eingerichtet haben. Am 21. Oktober besucht Generaloberin Terezinha Rasere die Gemeinschaft.
SDS
... ist die Abkürzung für die Salvatorianerinnen. Sie wurden 1888 von P. Franziskus Jordan (dem Gründer der Salvatorianer) und Therese von Wüllenweber gegründet. Zentral in der Spiritualität ist Christus als Heiland (Salvator). Weltweit gehören dem Orden 1.200 Schwestern an. In Österreich sind 115 Schwestern tätig, nicht zuletzt im Wiener Josephsspital.