Das Autorenteam, darunter der renommierte Sozialethiker Friedhelm Hengsbach SJ, widmet sich in dem aktuellen Heft „Aufbruch in die schöne, neue Arbeitswelt?“ der Problematik Arbeitslosigkeit und dem Transformationsprozess in der Wirtschaft vorwiegend aus theologischer und seelsorgerischer Sicht.
Franz Gruber u. a. (Red.) Aufbruch in die schöne neue Arbeitswelt? Theologisch-Praktische Quartalsschrift, Verlag Friedrich Pustet, Einzelheft Euro 9,–.
Schnittblumen gleichen
Den „Verlust der heilen Welt“ beschreibt Maria Hauser in ihrem neuen Buch „Auf der Flucht sein“. Es handelt vom Schicksal der Donauschwaben. „Der Krieg ist eine Erbsünde.“... „Er hat bloß darauf gewartet, das Böse von der Kette zu lösen.“ Hauser wehrt sich gegen Pauschalurteile. Kein Volk ist nur gut oder nur schlecht. Der historische Hintergrund der Erzählung ist die Fahrt des Fluchtzuges, der im Oktober 1944 im kroatischen Osijek (Esseg) aufbrach und vier Wochen später Dresden erreichte. Es war der letzte Fluchtzug, in ihm war auch Susanne mit ihren drei Kindern, die Hauptfiguren der Erzählung.
Die Autorin lässt die Figuren der Erzählung ihr Schicksal reflektieren: „Hilflosigkeit gebiert Aggression.“ ... „Der Neid macht einen großen Bogen um die Wahrheit.“... Die Flüchtlinge gleichen Schnittblumen, „ihre Wurzeln sind zu Hause geblieben“...Fallweise streut die Autorin Fakten zur Geschichte ein (etwa wie die Donauschwaben in die pannonischen Tiefebene kamen) und bettet so die Erzählung in einen Gesamtzusammenhang ein.
Maria Hauser, Auf der Flucht sein, Resistenz-Verlag, 120 Seiten, Euro 15,–.Das Buch wird am Montag, 13. September, um 19.30 Uhr im Stifterhaus Linz präsentiert. Maria Hauser liest und Carina Hofer trägt serbokroatische und schwäbische Lieder vor.