Nicht nur an die Gefallenen und Vermissten der Weltkriege, sondern auch an Verfolgte des NS-Regimes erinnert das Mahnmal in Puchkirchen/Tr.
Statt das Kriegerdenkmal nach dem Kirchenumbau wieder aufzustellen, haben die Pfarre Puchkirchen/Trattberg und der Kameradschaftsbund ein Mahnmahl bei der neuen Aufbahrungshalle errichtet.
Der Künstler Mag. Michael Zitzler hat es mit dem Spruch „Den Gefallenen zum Gedenken, den Lebenden zur Mahnung“ entworfen. Die Namen der Gefallenen und Vermissten der beiden Weltkriege sind in zwei „Büchern“ mit Metallseiten zum Durchblättern verzeichnet. Doch das Mahnmal geht darüber hinaus: In einem dritten „Buch“ wird an die im NS-Regime aus Glaubensgründen verfolgten Christen erinnert. „Es sollte kein traditionelles Kriegerdenkmal werden“, sagt Pfarrassistent Johannes Frank zu dieser Neuerung.
„Am Anfang war ich skeptisch, doch dann dachte ich mir, die Zeit ist reif“, erzählt der Obmann des Kameradschaftsbundes, Ernst Nagl, und ergänzt, „Wir wollten kein Heldenmal, sondern ein Mahnmal. Die Zusammenarbeit mit der Pfarre hat gut geklappt und jetzt bin ich stolz darauf.“
Errichtet wurde das Mahnmal neben der neuen Aufbahrungshalle (ebenfalls von Zitzler gestaltet) und gemeinsam mit einem Mal der gefallenen Bergknappen von Puchkirchen am Trattberg.