Frankenburg, Sonntag, 5. September um 19.07 Uhr: Bei Pfarrer Josef Sallaberger klingelt das Telefon: „In einer halben Stunde wird in ihrer Kirche eine Bombe explodieren“, droht eine Stimme in gebrochenem Deutsch am anderen Ende der Leitung.Nach einer Schrecksekunde verständigt der Pfarrer die Gendarmerie und holt eine Schar von Gläubigen aus der Kirche, die sich bereits zum Rosenkranzgebet vor der Abendmesse um 19.30 Uhr versammelt haben. Nach der Durchsuchung des Gotteshauses konnte die Gendarmerie gegen 21 Uhr wieder Entwarnung geben. Währenddessen feierte Pfarrer Sallaberger im Pfarrsaal Gottesdienst. Das gebrochene Deutsch des Anrufers ist für Sallaberger kein stichhaltiger Hinweis auf einen ausländischen Täter. Er vermutet eher einen Mann, der psychisch unter großem Druck steht. „Ich fühle mich aktuell nicht bedroht, aber wenn die Gendarmerie den Anrufer ausforschen könnte, wäre ich froh“, sagt der Pfarrer.