Sr. Martha Bertsch übernimmt diese Woche ihre Aufgabe im Österreichischen Hospiz. Die Assistentin des Rektors will Pilger ermutigen, das Heilige Land wieder zu besuchen.
Wenn Sr. Martha Bertsch diese Woche ihre Arbeit im Österreichischen Hospiz (ÖH) in Jerusalem antritt, „dann ist das wie ein Stein, der sich in ein Puzzle einfügt“, sagt die neue Assistentin des Leiters. Denn als Mitglied des Ordens der Armen Schulschwestern Unserer Lieben Frau will sie „in prophetischer Weise Versöhnung und Einheit bezeugen“. Und eben in dieses Puzzle, so meint die ausgebildete Kindergärtnerin, passen viele Erfahrungen, die sie bisher sammeln durfte. Nachdem Bertsch die österreichische Ordensprovinz acht Jahre geleitet hatte, ging sie 2001 in die USA. Den 11. September unmittelbar in New York erlebt zu haben, so die Ordensfrau, habe sie noch mehr motiviert, sich für den Frieden einzusetzen. Zurück in Wien, betreute sie zuletzt Frauen, die Opfer von Gewalt geworden waren. Eine „wichtige Schulung für Jerusalem, wenn ich an die Erfahrungsberichte von Friedensarbeitern denke“, sagt Sr. Martha. Die Batschunser Schwestern, bisher war Gertrud Weber Stellvertreterin von Rektor Markus Bugnyar, verlassen zwar das ÖH, aber dort wird weiter Vorarlber-gerisch zu hören sein. Denn Martha Bertsch kam vor 55 Jahren in Frastanz zur Welt. In jener Pfarre, die seit Jahren Zivildiener ins Hospiz entsendet. Trotz der Anschläge von vergangener Woche gehe sie ohne Angst in das Heilige Land. Mit auf den Weg bekam Sr. Martha vom Orden eine Tonschale mit Licht: „Zum Zeichen meiner Sendung in ein Land, das zerrissen ist von Terror und Gewalt.“