Viele kamen als Flüchtlinge nach dem Weltkrieg und vor allem nach der Revolution im Jahr 1956. Rund 3.000 Ungarn leben heute in Oberösterreich. Am Sonntag, 12. September wurde das neue Ungarn-Seelsorgezentrum eröffnet.
„Rechnen, beten und beichten kann ein Mensch nur in seiner Muttersprache“, sagt der Pionier der Ungarnseelsorge in Oberösterreich, Dr. Vinzenz Balogh, Pfarrer in Linz-St. Antonius. Also war es auch für die Diözesanleitung klar, dass die Ungarnseelsorge eine neue Heimat bekommen soll, nachdem das bisherige Zentrum in der Pfarre St. Antonius bedingt durch einen Besitzerwechsel nicht mehr zur Verfügung stand. Ein ehemaliges zum Petrinum gehöriges Internatsgebäude bot die idealen Voraussetzungen. Pfarrer Mag. Ernö Szabó wird dort wohnen, ein Pfarrsaal und die Pfarrkanzlei sollen dem gemeinschaftlichen Leben der Ungarn dienen. Pfarrgemeinderats-Obmann DI László Fábián dankte der Diözese für alle Unterstützung. Nur mehr in Linz und in Wien gibt es heute Ungarn-Seelsorger. Das Zentrum soll, so drückte es der Leiter der Auslandsseelsorge in Oberösterreich Dr. László Vencser aus, über die Seelsorge hinaus eine Brücke für freundschaftliche Beziehungen auch zu den Österreichern bilden. Matthäus Fellinger