Es müssen nicht immer große Spiele sein, auch kleine können sehr oho sein! Sie sind meist leicht erklärt und schnell gespielt.Mitunter tauchen große Namen unter den Autoren kleiner Spiele auf: Stefan Dorra etwa, der 2001 das ausgezeichnete Spiel "Medina" bei Hans im Glück veröffentlichte. Ein anderer, noch bekannterer Name ist Wolfgang Kramer. Fünf seiner Spiele wurden ab 1986 (zum Teil mit Ko-Autoren wie Michael Kiesling) zu "Spielen des Jahres" (Heimlich & Co, Auf Achse, El Grande, Tikal und Torres).
Wer das alte Kartenspiel "Emma treiben" kennt, wird ein von dort bekanntes Element bei Wolfgang Kramers "Einer ist immer der Esel" finden: Am Ende eines Durchgangs wäre es ganz wichtig, nicht die Eselkarte zu besitzen, die zählt am meisten Minus. Gespielt wird im Steigerungsrhythmus: Ausliegende Karten des gleichen Kartenwerts müssen mit ebenso vielen gleichen Karten eines höheren Kartenwertes bedient werden oder man passt ...
Wer das nun schon einige Jahre auf dem Buckel habende Kultspiel "Wizzard" (Amigo) kennt, wird im Spiel "Die sieben Siegel" bekannte Elemente entdecken: Auch hier müssen die Stiche vorausgesagt werden. Erschwerend kommt allerdings hinzu, dass pro Farbe der Tipp abzugeben ist. Bei "Commissario" geht es darum, Gauner hinter Gitter zu bringen, aber möglichst keine ehrbaren Bürger. Die Reihenfolge der "Verhaftungen" wird ersteigert, und so kanns passieren, dass man ehrbare Bürger hinter Gitter bringen muss. Sie sollte man möglichst rasch wieder freilassen.
Unsere Esels-Frage: Was wurde früher als Haustier domestiziert – der Esel oder das Pferd?
Schicken Sie die Lösung bis 24. September an die Kirchenzeitung, Kapuzinerstr. 84, 4020 Linz. Wir verlosen ein Spiel.
Einer ist immer der Esel, Wolfgang Kramer, Verlag Phalanx, ab 8 Jahren, für 3 bis 12 Spieler, ca. Euro 13,--. Commissario, Wolfgang Kramer und Horst Rainer Rösner, Phalanx, ab 10, 2 bis 5 Spieler, ca. Euro 13,--. Die sieben Siegel, Stefan Dorra, Amigo, ab 10, 3 bis 5 Spieler, ca. Euro 10,50.