Johanna Neuhauser aus Steyr-Christkindl arbeitete ein Jahr in Ecuador mit Straßenkindern. Die Pfarre unterstützt nach ihrer Rückkehr das Projekt weiter.
Pepe Hidalgo ist der Pfarre Christkindl dankbar. Der Pfarrer hat 1997 in Ambato (Ecuador) ein Projekt für Straßenkinder gestartet und freut sich über die Volontäre, die „Jugend Eine Welt“ zu ihm schickt. Auch Johanna Neuhauser aus Steyr hat ein Jahr mitgearbeitet. Schon während sie dort war, hat die Pfarre das Projekt finanziell unterstützt. Ecuador ist trotz seiner Bodenschätze Gold und Erdöl eines der ärmsten Länder der Erde. Von der Armut sind besonders Jugendliche betroffen, sei es, dass sie ihre Familien in Folge von Gewalt und Armut verlassen und auf der Straße leben, sei es, dass sie als Straßenarbeiter (Schuhputzer etc.) zum Einkommen ihrer Familien beitragen müssen. Das „Don Bosco“-Projekt von Pepe Hidalgo kümmert sich um diese beiden Gruppen: Sie gibt den Straßenkindern Halt, kämpft gegen die Drogensucht und versucht sie wieder in ihre Familien zu intergrieren bzw. ermöglicht den arbeitenden Kindern und Jugendlichen, sich zu bilden, eine höher stehende Arbeit zu erlernen und auszuüben und zu einer Mahlzeit zu kommen. Sie sollen dem schlechten Einfluss der Straße entfliehen.
Selbstbesteuerungsprojekt
„Für mich war die Umstellung schon groß, als ich nach Ambato gekommen bin“, sagt Johanna Neuhauser, „da waren die neue Sprache und die so von uns ganz unterschiedliche Kultur.“ Als besonders beeindruckend hat sie die Energie erlebt, mit welche die Projektmitarbeiter/innen sich aufopfern. „Aber das Projekt ist sehr von spontanen Hilfen abhängig. Als wir die neue Ausspeisung fertig hatten, haben wir schon auf Geld aus Steyr gewartet, weil damit die Ausstattung angeschafft werden konnte.“ Es ist die nachhaltige Finanzierung, die dem Projekt mangelt, die Gewissheit, dass monatlich Geld fix hereinkommt. Diesen Mangel versucht die Pfarre Christkindl zu beheben. „Wir haben schon mit der Unterstützung begonnen, als Johanna nach Ecuador gegangen ist. 3.200 Euro sind bereits nach Ambato geflossen“, sagt der Pfarrverantwortliche Heinrich Brugger. Nun wurde eine Selbstbesteuerungsaktion ins Leben gerufen, um der Partnerpfarre in Ecuador regelmäßig Geldsummen zur Verfügung stellen zu können. Damit hat die Pfarre bewiesen, dass ein Auslandsvolontariat nicht nur für die Volontärin nachhaltige Wirkung hatte.