Die „Mission“ auf Betriebsbesuch: Ing. Josef Scheuchenegger (von links), Zentralbetriebsrat der Firma Engel, P. Josef Kampleitner und P. Alois Parzmair, die beiden Missionare, und KonsR Johann Stöllnberger, Pfarrer von Schwertberg.
„Den Brunnen tiefer graben.“ Unter diesem Motto stehen die Wochen der Glaubens-erneuerung in der Pfarre Schwertberg.
Das Missionsteam, zu dem zwei Patres und eine Schwester des Redemptoristenordens gehören, staunten nicht schlecht, als sie nach einem Gesprächsabend eine E-Mail erreichte. Ein 25-jähriger Mann schreibt: „Der Abend hat mir zugesagt. Der Vortragende war ein lässiger Kerl. Ich werde jetzt anders über die Kirche denken.“ „Mit dem lässigen Kerl bin ich gemeint“, sagt P. Alois Parzmair, lächelt verschmitzt und erklärt das Konzept der Pfarrmission. Während der ersten Woche der Mission fanden 13 Gesprächsabende in der Pfarre statt: in Firmengebäuden, Feuerwehr-, Gast- und Privathäusern. Mehr als 400 Menschen der 4.500 Katholiken zählenden Pfarre sind gekommen, um über das zu reden, was sie bewegt: über geschiedene Wiederverheiratete, über das, was in der Kirche heute noch gilt, und über Fragen des Glaubens. „Wir hören den Leuten zu, wir lassen sie ausreden und versuchen mit ihnen ins Gespräch zu kommen“, so P. Parzmair: „Diese Plattformen der Begegnung empfinden viele Menschen einfach als wohltuend.“ Das Missionsteam wartet aber nicht nur, dass die Menschen kommen, sie gehen auch auf sie zu. So standen neben den Schuen die großen Schwertberger Unternehmen am Besuchsprogramm. Die zweite Woche der Mission, die am Sonntag mit einer beeindruckenden Messfeier abgeschlossen wurde, war von Gottesdienst und Predigt geprägt. P. Parzmair: „Wir versuchen ein Klima der Freude am Glauben zu schaffen. Die Menschen sollen sagen: Es ist schön, zur Kirche zu gehören.“ Johann Stöllnberger, der Pfarrer von Schwertberg, ist froh, dass die Botschaft Gottes durch die neuen Münder der Missionare, neu zur Sprache gebracht wurde und dass manche Pfarrmitglieder „ihren Glaubensbrunnen tiefer gegraben haben“. Bedauernd schränkt er aber ein: „Neue Leute haben wir nur wenige erreicht.“ Doch das schmälert nicht den inneren Aufbruch, den viele Gläubige erleben. Und ebenso bedeutend ist, was der Pfarrer von sich sagt: „Mir selbst tut die Mission gut.“