Die in Wien lebende Palästinenserin Viola Raheb referierte in Linz vor 35 Religionslehrer/innen über die Christen in Palästina.
„Die Pilger dürfen sich nicht nur den inneren Frieden in Betlehem holen, sondern sollten auch auf die bedrängten Christen vor Ort Rücksicht nehmen“, appellierte die Pädagogin Viola Raheb. Sie wohnte selbst bis vor zwei Jahren in Betlehem. Die Situation für die rund 60.000 Christen in den Gebieten Palästinas, einer Minderheit von knapp 2 Prozent der Bevölkerung, ist schwierig. Eingesperrt von der israelischen Armee leben die Bewohner oft ohne Hoffnung. „Angst ist das wirksamste Mittel, das in diesem Konflikt zwischen Israel und Palästina eingesetzt wird.“ Was der Tod Arafats für die Christen bedeutet, ist noch nicht klar, sagt Raheb. Er bezog bewusst Christen in seine Autonomieverwaltung ein und hatte 6 von 88 Parlamentssitzen für sie reserviert.