Diese Woche gilt es wieder zu überlegen, das Semester noch einmal im Geiste durchzugehen und die Schüler/innen zu benoten. „Je älter ich werde, desto mehr bin ich gegen die Ziffernbenotung“, so Helga Beham. Gerade in den ersten Jahren, in der Volksschule, würden die Ziffern eher demotivierend wirken. Zwar entscheiden die Eltern per Mehrheit, welche Leistungsbeurteilung erwünscht wird. Seit Jahren wird an der Volksschule in St. Georgen zumindest in der ersten Klasse nur mehr verbal beurteilt: Der Lehrer lädt das Kind und die Eltern zu einem gemeinsamen Gespräch ein. Dort wird über die Fortschritte und die Fehler gesprochen. „Die Kinder können sich sehr gut selbst einschätzen, kennen ihre Stärken und Schwächen.“ Auch in den höheren Klassen wird in St. Georgen mit Worten benotet. Im Jahreszeugnis werden die Ziffern verbal ergänzt. Nur in der 4. Klasse (Abschlussklasse) muss laut Gesetz die Benotung mit einer Ziffer erfolgen.