Etwa 50 Frauen und Männer nahmen kürzlich in Puchberg an einem Studientag unter dem Motto „Nennt uns nicht Brüder“ teil. Thema war eine geschlechtergerechte Sprache in der Liturgie. Universitätsprofessorin Dr. Irmtraud Fischer betonte in ihrem Vortrag die Wichtigkeit einer klaren Sprache auch in der Bibelübersetzung. Die Referentin wies darauf hin, dass im Hebräischen Pluralwörter immer männlich sind. Ein Mann mache eine Gruppenbezeichnung bereits männlich. Es gebe keine geschlechtsneutralen Wörter wie im Deutschen – Eltern, Geschwister, Kinder. Fischer schlägt vor, anstatt von den Erzvätern Israels von den Erzeltern zu sprechen. Eine wichtige Aufgabe sieht sie darin, Alternativen zur Bezeichung „Herr“ zu finden. Das Wort werde im Deutschen der ursprünglichen Bedeutung des hebräischen Jahwe nicht gerecht und erschwere einen respektvollen Zugang zum Gottesbegriff.