Ausgabe: 2005/06, Hilfsfond, KA, Katholische Aktion, Hilfe
08.02.2005
- Kirchenzeitung der Diözese Linz
Vor dreißig Jahren gründete die Katholische Aktion Oberösterreichs (KA) den Hilfsfonds für Alleinerziehende. Seither reißen die Ansuchen um Hilfe nicht ab.
Reden und Tun: Für die KA gehört das untrennbar zusammen. So richtete sie in den fünfziger Jahren eine Unterstützungskassa für Familien ein, 1972 kamen Schwangere und Mütter in Not dazu, um schließlich 1975 das gesamte Hilfspaket um Alleinerziehende zu erweitern und in eine rechtlich feste Form zu gießen. Mit rund 70.000 Euro im Jahr kann der KA-Hilfsfonds Männern und Frauen mit Kindern unter die Arme greifen. Unterstützt wird, wer durch Schwangerschaft, Geburt oder Kleinkinderbetreuung in Not geraten ist. „Handyschulden, Versandhauskosten, Jobverlust, Scheidung oder Mietrückstände sind Anlässe zum Hilfsfonds zu kommen“, erklärt KA-Generalsekretär Bernhard Rudinger: „Es fällt auf, dass das familiäre Netz immer weniger Krisen trägt.“ Es ist unvorstellbar, wie rasch man in ausweglos scheinende Situationen kommen kann und wie oft die Betroffenen von einem Schlag nach dem anderen erwischt werden, so die Erfahrung der Verantwortlichen. „Unbürokratisch und schnell handeln“ lautet die Devise des Hilfsfonds der KA, bei dem es nicht nur um Geld, sondern auch um Kontakt mit kompetenten Berater/innen geht. Gespeist wird der Hilfsfonds aus einer Stiftung und von der Katholischen Frauen- und Männerbewegung.