Pfarrkirchen: Kommunikation mit Diözese empfindlich gestört
Ausgabe: 2005/07, Kirchturm, Handymast, Pfarrkirchen, Bad Hall, Ortner
15.02.2005
- Christian Ortner
Im Dezember 2004 stimmte der Pfarrgemeinderat für die Errichtung eines Handysenders am Kirchturm. Kurz zuvor hatte die Diözese dagegen entschieden.
Am 14. Dezember beschloss die Diözese Linz, dass künftig keine Handymasten mehr auf Kirchtürmen errichtet werden. Davon uninformiert wogen zu diesem Zeitpunkt die Mitglieder des Pfarrgemeinderates in Pfarrkirchen Vor- und Nachteile der Installation eines Handymastens auf dem Kirchturm ihrer Gemeinde ab. Am 25. Dezember fiel nach neunmonatiger Beratung die Entscheidung – knapp, aber doch – für eine Errichtung.
Die Erleichterung der Befürworter wich allerdings rasch einer ernüchternden Enttäuschung, als sie vom Bescheid der Diözese erfuhren. PGR-Obmann Franz Pauzenberger: „Wir waren immer in Absprache mit der Diözese. Dort wusste man über den Termin unserer Abstimmung Bescheid. Ich verstehe nicht, warum sie uns nicht vorher informiert haben.“ Es gehe ihm nicht darum, dass es jetzt doch keinen Handymast auf dem Kirchturm geben soll, sondern um die Vorgehensweise der Diözese. „Ich habe einen Protestbrief geschrieben, wollte mit dem Generalvikar sprechen, aber man hat mich nicht ernst genommen“, ärgert er sich. Für den Umweltsprecher der Diözese, Univ.-Prof. Dr. Michael Rosenberger, ist das Problem hausgemacht. Der Pfarrgemeinderat habe es verabsäumt, intern rechtzeitig zu einer einvernehmlichen Lösung zu kommen. „Die Fronten zwischen Befürwortern und Gegnern innerhalb des Pfarrgemeinderates waren verhärtet“, sagt Rosenberger. Von den Diözesanverantwortlichen habe es durchaus die Bereitschaft zu vermitteln gegeben. Er spricht von einem Kommunikationsproblem, wovon Pauzenberger allerdings nichts wissen will: „Das ist so eine strapazierte Phrase. Wenn man weiß, man hat daneben gehaut, heißt es immer, es war ein Kommunikationsproblem.“ Für ihn gilt es jetzt, die PGR-Mitglieder trotz der neuen Tatsachen zu motivieren.“